PM: Rot-Rot-Grün festigt Patriachat im Beirat Mitte


Rot-Rot-Grün festigt Patriachat im Beirat Mitte

„Frauen haben keine Chance bei Wahl der Beiratssprecher“

 

Seit den Beiratswahlen im Mai war es den Parteien im Beirat Mitte nicht gelungen sich auf eine Kandidatin als stellvertretende Beiratssprecherin zu einigen, nachdem der Beiratssprecher schnell und unumstritten feststand. Für die CDU-Fraktion im Beirat Mitte war von vornherein klar, dass der Stellvertreterposten mit einer Frau besetzt werden sollte.

„Wir hätten für diese Position auch eine Kandidatin einer anderen Partei unterstützt, da es in 2019 eine gesellschaftspolitische Selbstverständlichkeit sein sollte, dass die beiden herausgehobenen Posten des Beirates paritätisch mit Mann und Frau besetzt sind,“ so Dirk Paulmann, Fraktionsvorsitzender der CDU-Beiratsfraktion, auf der Sitzung des Beirates Mitte diese Woche.

Da SPD, LINKE und GRÜNE aber keine Frau ins Rennen schickten, schlug die CDU-Fraktion im Beirat Mitte einstimmig Frau Ann-Kathrin Mattern vor. Mit der Mehrheit von SPD, LINKE UND GRÜNE wurde aber die Selbstverständlichkeit einer paritätischen Besetzung abgelehnt und ein männlicher Stellvertreter wurde dem männlichen Beiratssprecher zur Seite gestellt.

„Ein schlechtes gesellschaftspolitische Zeichen,“ kommentierte enttäuscht Dr. Ingrid Kreiser-Saunders aus der CDU-Fraktion.

Der sachkundige Bürger der CDU-Fraktion, Philipp van Gels, merkte an, dass bei einigen Parteien zwar stets Gleichberechtigung verbal hochgehalten und offensiv als Grundsatz vertreten werde, wenn es aber darauf ankommt und auch mal schwierige Abwägungen zu treffen sind, diese Grundsätze auch ganz schnell in Vergessenheit geraten.

„Die Chance ein Zeichen zu setzen, dass man es wirklich ernst meint mit der Gleichberechtigung, wurde hier vertan“, so der Fraktionsvorsitzende Dirk Paulmann.

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