PM: Keine Einbahnstraßenregelung in der Martinistraße


Keine Einbahnstraßenregelung in der Martinistraße

„Für eine Verbesserung der Aufenthaltsqualität, aber nicht auf Kosten der Wohnbevölkerung“

In der Diskussion um die temporäre Umgestaltung der Martinistraße hat sich die CDU-Fraktion im Beirat Mitte klar positioniert. Die Überlegungen diesen überdimensionierten Straßenraum zu verändern, ihn lebenswerter zu machen sowie die Aufenthaltsqualität zu verbessern, werden einhellig begrüßt. Ein Schlüssel dazu ist es den reinen Durchgangsverkehr, einschließlich des Schwerlastverkehrs, zu reduzieren. Allerdings ist die Überlegung die Martinistraße im Abschnitt Pressehaus bis Brill zur Einbahnstraße auszugestalten dafür ungeeignet und im Gesamtkontext des Stadtteils gesehen, sogar kontraproduktiv.

Ungeeignet, da der ÖPNV weiter durch die Straße fahren soll, es also auch weiterhin Verkehr durch die Straße gibt und die Fläche nicht für andere Maßnahmen zur Steigerung der Aufenthaltsqualität zur Verfügung steht. Außerdem kontraproduktiv, weil die Maßnahme der Einbahnstraßenregelung zwar zu einer Reduzierung des Verkehrs auf dieser reinen Geschäftsstraße führt, gleichzeitig aber zu einer Erhöhung von Verkehr in Straßen führt, in denen es einen sehr großen Anteil an Wohnungen gibt.

„Da wir immer noch keinen Stadtring haben und die Verkehre nicht einfach verschwinden, bloß, weil eine Straße zur Einbahnstraße wird, werden sich die Verkehre einen anderen Weg suchen,“ so Dr. Ingrid Kreiser-Saunders aus der CDU-Fraktion. Fraktionssprecher Dirk Paulmann ergänzt: „Sollte die Einbahnstraßenregelung kommen, werden wir leider sehen müssen, dass es zu einer Zunahme des Verkehrs am Wall, am Dobben, der Bismarckstraße und in der Westerstraße der Neustadt kommen wird. Da dies die einzig logischen Umgehungsmöglichkeiten darstellen, haben wir dann mehr Verkehr in Wohnstraßen und weniger in einer reinen Geschäftsstraße.“

Die Sprecherin des Ausschusses des Beirats Mitte für öffentliches Leben, Handel und Gewerbe und Mitglied der CDU-Fraktion, Ann-Kathrin Mattern, zielt mit ihrer Kritik in eine ganz andere Richtung. Das Parkhaus Langenstraße bleibt erreichbar, nur können die von den Innenstadthändlern sehnlichst erwarteten Kunden, die beispielsweise aus dem Norden und Westen kommen, nach dem Besuch der Innenstadt diese nicht wieder in gleicher Richtung verlassen, sondern müssen einen Umweg über den Wall, bzw. die Neustadt nehmen. „Dies wird nicht nur zu mehr unnötigem Verkehr dort führen, sondern sorgt im schlimmsten Fall dafür, dass die Kunden gleich zur „Waterfront“ oder dem Weserpark fahren“, so Ann-Kathrin Mattern.

„Leider ist die Mehrheit des Beirates Mitte unseren Argumenten nicht gefolgt und hat sich für die temporären Maßnahmen, einschließlich der Einbahnstraßenregelung, ausgesprochen. Die vermeintliche Ruhe in der reinen Geschäftsstraße geht somit leider auf Kosten der Anwohner*innen der Ausweichstrecken“, so Dirk Paulmann abschließend.

 

Für Rückfragen steht Ihnen Dirk Paulmann unter 0172 4236362 gerne zur Verfügung.

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