Zur Legalisierung von Cannabis

Datum: 21. Februar 2024

Dertwinkel/Lübke: „Die Ampel wie im Rausch“

Ende dieser Woche will die Ampelregierung in Berlin ein entsprechendes Gesetz ‚zum kontrollierten Umgang mit Cannabis’ beschließen. Die CDU-Bürgerschaftsfraktion Bremen lehnt eine Legalisierung von sogenannten ‚weichen’ Drogen nach wie vor ab. Führende Verbände der Kinder- und Jugendmediziner, die Bundesärztekammer, der Bund Deutscher Kriminalbeamten sowie der Berufsverband der Lehrkräfte und Pädagogen warnen ebenfalls davor. In Bremen sieht der Richterbund, entgegen der Justizsenatorin Schilling, erhebliche Probleme bei der Umsetzung des neuen Konsumcannabisgesetzes. Zu den Ampelplänen äußern sich Sina Dertwinkel, drogenpolitische Sprecherin und Marco Lübke, innenpolitischer Sprecher.

Sina Dertwinkel:

„Wie im Rausch arbeitet die Ampel an der Umsetzung der Cannabislegalisierung und nimmt dabei gesundheitliche Folgeschäden und Gefahren für Kinder und Jugendliche billigend in Kauf. Die Sorgen von Eltern werden mit dem Konsum steigen, die körperlichen und psychischen Probleme junger Menschen zunehmen, der Übergang zu härteren Drogen noch fließender werden. Schon jetzt sind Entzugskliniken, insbesondere mit immer jünger werdenden Patienten, überfüllt und am Rande ihrer Kapazitäten. Seit Jahren warten wir in Bremen auf einen Drogenkonsumraum, stattdessen planen Rot-Rot-Grün und Bürgermeister Bovenschulte, nach Einführung des Gesetzes, aus Bremen eine mögliche kommerzielle Cannabis-Modell-Region zu machen. Das ist schlicht wirklichkeitsfremd.“

Marco Lübke:

„Das eigentliche Ziel, den Schwarzmarkt zurückzudrängen, wird mit diesem Gesetz nicht funktionieren. Die Konsumenten werden den komplizierten Erwerb über die Cannabis-Clubs umgehen. Die Kriminalität wird nicht reduziert werden, vielmehr stellen die hohen Freimengen eine Blankovollmacht für jeden Dealer dar. Ein Gang rund um den Bremer Hauptbahnhof zeigt: dieses Gesetz wird keine Verbesserung für die öffentliche Gesundheit und Sicherheit bringen. Wir brauchen eine konsequente Drogenpolitik, die auf Prävention, Beratung und Therapie sowie auf stringente Strafverfolgung setzt.“

Kategorie: |

Moderne Parteiarbeit

Das könnte Sie auch interessieren

Mehr Nachrichten

Strohmann: Bremen droht das Heft aus der Hand zu geben

Rot-Grün-Rot steuert Bremen geradewegs auf eine neue Haushaltsnotlage zu. Das ist Kern der heutigen Debatte in der Bremischen Bürgerschaft (Landtag) zum Entwurf der linken Regierung für einen Nachtragshaushalt der Jahre […]
Mehr erfahren

Nach erneutem Amoklauf-Vergleich

Imhoff: „Bremer SPD fördert Verrohung der politischen Kultur“ Vor dem Hintergrund der erneut diffamierenden Kritik der SPD-Bürgerschaftsfraktion an dem von der FDP-Fraktion angestrebten Organstreitverfahren gegen den Haushalt 2024 fordert der […]
Mehr erfahren

Namensänderung von Straßen

Eckardt/Jonitz: „Senat täuscht weiter Bürgerbeteiligung vor" „Anstatt Klarheit zu schaffen, sorgt der Senat für zusätzliche Vorgaben der Ortsämter, mehr Unverbindlichkeiten und eine Scheinbeteiligung der Bürgerinnen und Bürger“, kritisiert Kerstin Eckardt, […]
Mehr erfahren