CDU-Antrag: Sinnvoller Einsatz von digitalen Medien in Klassenzimmern

Datum: 5. August 2024

Averwerser: „Kein Handy in Grundschulen“

„Viele Kinder hängen bereits jetzt stundenlang vor den Bildschirmen ihrer Smartphones, während gleichzeitig immer mehr von ihnen Schwierigkeiten beim Lesen und Schreiben haben“, führt Yvonne Averwerser, bildungspolitische Sprecherin der CDU-Bürgerschaftsfraktion Bremen, aus. Sie setzt sich daher für eine klare Regelung zum Schutz der Lernumgebung an Bremer Grundschulen ein und fordert ein grundsätzliches Handyverbot für die private Nutzung auf dem Schulgelände. „Im Interesse einer konzentrierten und störungsfreien Lernatmosphäre sowie zur Unterstützung der ganzheitlichen Entwicklung unserer Kinder ist es unerlässlich, einheitliche Grenzen für die Nutzung digitaler Endgeräte an unseren Grundschulen zu ziehen“, so Averwerser. „Zahlreiche wissenschaftliche Studien zeigen, dass die ständige Verfügbarkeit von Mobiltelefonen negative Auswirkungen auf die schulische Leistung und das soziale Miteinander der Kinder hat. Ablenkung, verminderte Aufmerksamkeit und eine Verschlechterung der schulischen Leistungen sind die Folgen.“

Unter dem Titel „Bremer Grundschulen: zukunftsgewandt und digital auch ohne private Handynutzung“ bringt die CDU-Fraktion einen Antrag in die Bremische Bürgerschaft ein. „Bildschirmzeit am Handy ist nicht gleichbedeutend mit einem erfolgreichen Zugang zur Digitalisierung“, betont Averwerser und verweist auf positive Erfahrungen aus Ländern wie Frankreich, wo ähnliche Maßnahmen die Lernatmosphäre und schulische Leistung verbessert haben. „Uns ist es wichtig, dass Lehrkräfte selbstverständlich weiterhin digitale Endgeräte im Unterricht für pädagogische Zwecke einsetzen. Dagegen sollen die Pausen vorrangig zur Erholung dienen, sei es durch Bewegung, Essen, Trinken, Spielen mit anderen Kindern und nicht zum Daddeln am Handy genutzt werden.“

Neben schulischen Aspekten nennt Yvonne Averwerser ebenso die gesundheitlichen Risiken, die durch die unregulierte Nutzung digitaler Medien bei Kindern entstehen können. „Kinderärzte warnen vor Schlafstörungen, reduzierter physischer Aktivität und der Gefahr frühzeitiger Suchtentwicklung. Angesichts der zunehmenden Bedeutung der psychischen Gesundheit unserer Kinder müssen wir hier präventiv handeln.“

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